Website-Relaunch: 10 Fehler, die Schweizer KMU unbedingt vermeiden müssen
Ein Website-Relaunch kann dein Geschäft nach vorne bringen – oder deine Google-Rankings zerstören. Diese 10 Fehler kosten Schweizer KMU regelmässig Kunden und Sichtbarkeit.
Dein Website-Relaunch darf nicht zum Risiko werden
Ein Relaunch ist eine der grössten Investitionen, die ein KMU in seine digitale Präsenz machen kann. Richtig gemacht, bringt er mehr Anfragen, bessere Rankings und eine starke Aussenwirkung. Falsch gemacht, verlierst du über Nacht deine Google-Positionen – und damit deine wichtigste Quelle für Neukunden.
Wir sehen diese Fehler bei fast jedem Relaunch-Projekt, das ohne Strategie durchgeführt wurde. Hier sind die 10 häufigsten – und wie du sie vermeidest.
1. Kein SEO-Audit vor dem Relaunch
Bevor du irgendetwas änderst, musst du wissen, was funktioniert. Welche Seiten bringen Traffic? Welche Keywords ranken? Welche Inhalte generieren Anfragen? Ohne diese Analyse baust du blind um – und zerstörst möglicherweise deine wichtigsten Seiten.
Lösung: Google Search Console und Analytics auswerten. Die Top-20-Seiten nach Traffic und Conversions identifizieren. Diese Seiten haben beim Relaunch oberste Priorität.
2. Fehlende URL-Weiterleitungen (301-Redirects)
Der Klassiker: Neue URL-Struktur, alte URLs führen ins Leere. Google hat deine alten Seiten indexiert, Backlinks zeigen auf alte URLs. Ohne 301-Redirects verlierst du sämtliche SEO-Power über Nacht.
Lösung: Jede alte URL muss auf die entsprechende neue URL weitergeleitet werden. Erstelle eine Redirect-Map VOR dem Launch und teste sie gründlich.
3. Inhalte werden einfach übernommen statt überarbeitet
Der häufigste Denkfehler: «Die Texte passen schon, wir brauchen nur ein neues Design.» Wenn deine aktuellen Texte keine Anfragen bringen, wird ein neues Design daran nichts ändern.
Lösung: Jede Seite braucht einen strategischen Text-Review. Was ist die Botschaft? Wen sprechen wir an? Was ist der Call-to-Action? Texte VOR dem Design schreiben.
4. Mobile Optimierung wird nachgelagert
Über 60 % des Web-Traffics kommt von Smartphones. Google indexiert primär die mobile Version deiner Website. Trotzdem designen viele Agenturen zuerst die Desktop-Version und «passen dann an».
Lösung: Mobile-First Design. Die Smartphone-Version wird zuerst konzipiert, Desktop danach. Nicht umgekehrt.
5. Kein Conversion-Tracking eingerichtet
Die neue Website ist live – sieht super aus. Aber wie viele Anfragen kommen? Keiner weiss es, weil das Tracking fehlt. Ohne Daten gibt es keine Optimierung.
Lösung: Vor dem Launch: Google Analytics 4 einrichten, Conversion-Events definieren (Formular-Abschluss, Telefon-Klick, E-Mail-Klick), Google Search Console verbinden.
6. Ladezeit wird ignoriert
Das neue Design hat grosse Bilder, eingebettete Videos, Animationen und drei verschiedene Schriftarten. Sieht toll aus – lädt aber 8 Sekunden. 53 % der mobilen Besucher springen ab, wenn die Seite länger als 3 Sekunden lädt.
Lösung: Performance-Budget von Anfang an festlegen. Bilder in WebP/AVIF, Lazy Loading, minimaler JavaScript-Einsatz. PageSpeed Insights als Pflicht-Check vor dem Launch.
7. Fehlender Content-Plan für nach dem Launch
Der Relaunch ist der Startschuss, nicht das Ziel. Viele KMU investieren einmalig und lassen die Website dann zwei Jahre unverändert. Google belohnt aber frische, relevante Inhalte.
Lösung: Redaktionsplan mit mindestens einem Blog-Artikel pro Monat. Themen, die deine Kunden bei Google suchen, strategisch abdecken.
8. Kein Staging-Umfeld für Tests
Änderungen direkt auf der Live-Website vornehmen? Garantiert ein Rezept für Probleme. Fehlerhafte Links, kaputte Formulare, falsche Weiterleitungen – alles schon gesehen.
Lösung: Staging-Umgebung nutzen, die der Live-Website exakt entspricht. Dort alles testen, QA durchführen, erst dann deployen.
9. Die «Über uns»-Seite wird vernachlässigt
Die Über-uns-Seite ist bei den meisten KMU-Websites die zweit- oder drittmeist-besuchte Seite. Trotzdem steht dort oft nur ein Foto und drei Sätze. Verpasste Chance, Vertrauen aufzubauen.
Lösung: Die Über-uns-Seite als Conversion-Element nutzen. Echte Menschen zeigen, Fachwissen zeigen, Vertrauenssignale setzen, und einen klaren CTA einbauen.
10. Kein klares Ziel für den Relaunch
«Wir wollen eine modernere Website» ist kein Ziel. Wie viele Anfragen pro Monat sollen es werden? Welche Conversion-Rate wird angestrebt? Ohne messbare Ziele ist ein Relaunch nur ein teures Redesign.
Lösung: Konkrete KPIs definieren: Anfragen/Monat, Conversion-Rate, organischer Traffic. Diese Zahlen VOR dem Relaunch festhalten und danach monatlich vergleichen.
Fazit: Ein Relaunch ist kein Designprojekt
Ein erfolgreicher Relaunch beginnt mit Strategie, nicht mit Farben und Schriften. Wer die 10 Fehler oben vermeidet, hat die besten Chancen, aus seinem Website-Relaunch eine Investition zu machen – keine Ausgabe.
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