Malware

Kurz erklärt
Malware ist der Sammelbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder Daten abgreift — darunter Viren, Trojaner, Spionageprogramme und [Ransomware](/glossar/ransomware). Sie kommt selten über eine technische Lücke herein, sondern meist über eine Person, die etwas öffnet oder installiert.
Der Weg hinein ist selten technisch
Die meisten Fälle beginnen mit einer Mail, einem Anhang oder einer Anmeldeseite, die echt aussieht. Der Angriff richtet sich nicht gegen die Technik, sondern gegen die Aufmerksamkeit einer Person an einem vollen Tag.
Deshalb ist Phishing kein eigenes Thema neben Malware, sondern ihr häufigster Transportweg.
Warum ein Virenschutz allein zu wenig ist
Weil er kennt, was bekannt ist. Neue oder auf ein Ziel zugeschnittene Schadsoftware ist in genau dem Moment unbekannt, in dem sie ankommt.
Was zusätzlich trägt, sind Massnahmen, die auch bei unbekannter Schadsoftware wirken: aktuelle Software, eingeschränkte Rechte, Mehrfaktor bei der Anmeldung und eine getrennte, nicht dauerhaft erreichbare Sicherung.
Woran man einen Befall bemerkt
Oft später, als einem lieb ist. Auffällig sind ungewohnte Anmeldungen aus dem Ausland, plötzliche Weiterleitungsregeln im Postfach, unerklärliche Systemlast oder Dateien, die sich nicht mehr öffnen lassen.
Der wichtigste Reflex ist der unbequeme: Gerät vom Netz trennen, nicht neu starten, und jemanden holen. Ein Neustart kann Spuren vernichten, die für die Aufarbeitung gebraucht werden.
Wie wir damit umgehen
Wir setzen zuerst die Massnahmen um, die unabhängig von der Art der Schadsoftware wirken, und danach die Erkennung. Die Reihenfolge ist bewusst: Erkennung ohne Grundschutz meldet Vorfälle, die es nicht hätte geben müssen.
Umsetzung: IT-Security.
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