Zero Trust

Kurz erklärt
Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell, das kein Netz mehr als vertrauenswürdig behandelt. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft — wer fragt, von welchem Gerät, auf welche Daten —, unabhängig davon, ob die Anfrage aus dem Büro oder von unterwegs kommt. Das US-Normendokument NIST SP 800-207 beschreibt es als Architektur.
Warum das Innennetz seine Rolle verloren hat
Weil es die Grenze nicht mehr gibt, auf der das alte Modell beruhte. Daten liegen in der Cloud, Mitarbeitende arbeiten von zuhause, Partner greifen von aussen zu. Ein Wall um das Büro schützt eine Burg, in der niemand mehr wohnt.
Das alte Modell hatte ausserdem einen unangenehmen Nebeneffekt: Wer einmal drin war, war überall drin. Genau daran verdienen Angreifer.
Was es praktisch heisst
Drei Fragen bei jedem Zugriff: Ist die Person die, die sie vorgibt zu sein (Mehrfaktor)? Ist das Gerät bekannt und in ordentlichem Zustand (Geräteverwaltung)? Braucht diese Person diese Daten überhaupt (Berechtigungen)?
Keine dieser drei Fragen braucht ein neues Produkt. In Microsoft 365 Business Premium sind Mehrfaktor, Geräteverwaltung und Zugriffsregeln enthalten.
Was es nicht ist
Kein Produkt, das man kauft. Wer dir Zero Trust als Lizenz verkauft, verkauft dir einen Baustein und nennt ihn nach dem Gebäude.
Und kein Zustand, den man erreicht. Es ist eine Reihenfolge von Entscheidungen — jede einzelne davon für sich wirksam, auch wenn die nächste noch aussteht.
Wie wir damit umgehen
Wir setzen die drei Fragen in der Reihenfolge um, in der sie am meisten bringen: Anmeldung zuerst, dann Geräte, dann Berechtigungen. Berechtigungen zuletzt, weil sie am meisten Abstimmung brauchen.
Umsetzung: IT-Security.
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