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SaaS

Software as a Service

Illustration zum Thema SaaS

Kurz erklärt

SaaS bezeichnet Software, die du nicht kaufst und installierst, sondern gegen eine laufende Gebühr über den Browser nutzt. Der Anbieter betreibt Server, Updates und Sicherung. Microsoft 365 und Salesforce sind SaaS. Der Unterschied zur gekauften Software ist nicht der Preis, sondern wer die Verantwortung für den Betrieb trägt.

Was der Wechsel wirklich verändert

Aus einer einmaligen Investition wird ein laufender Posten. Das ist buchhalterisch angenehm und betriebswirtschaftlich zweischneidig: fünf Abos zu je CHF 30 pro Person und Monat sind bei zehn Mitarbeitenden CHF 18'000 im Jahr – ein Betrag, der bei einer Einmallizenz aufgefallen wäre und bei monatlicher Abbuchung oft nicht.

Der zweite Punkt ist die Kontrolle. Bei gekaufter Software entscheidest du, wann aktualisiert wird. Bei SaaS entscheidet der Anbieter – inklusive der Änderungen an der Oberfläche, die deine Leute am Montag vorfinden.

Die Frage, die vor dem Abo kommt

Wem gehören die Daten, und wie kommst du wieder heraus? Ein Anbieter ohne vollständigen Export ist kein Werkzeug, sondern eine Abhängigkeit. Das fällt nicht bei der Einführung auf, sondern beim Wechsel – also genau dann, wenn am wenigsten Zeit ist.

In zehn Minuten prüfbar: Gibt es einen Export in einem offenen Format, und ist er in der Preisstufe enthalten, die du gebucht hast? Wenn der Export ein Enterprise-Merkmal ist, ist die Antwort nein.

Schweizer Datenhaltung

Für die meisten KMU ist der Serverstandort kein Ausschlusskriterium, sondern eine Dokumentationspflicht: Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt, dass die Bekanntgabe ins Ausland benannt und abgesichert ist. Bei Anbietern aus den USA läuft das üblicherweise über Standardvertragsklauseln.

Anders sieht es aus, sobald besonders schützenswerte Daten dazukommen – Gesundheitsdaten, biometrische Daten, Daten über Strafverfahren. Dort ist die Frage nach dem Rechenzentrum keine Formalie mehr.

Wie wir damit umgehen

Wir raten selten zu Eigenentwicklung, wo ein Standardprodukt passt – und selten zu einem Abo, wo drei Abos denselben Zweck erfüllen. Der häufigste Befund bei einer Bestandsaufnahme ist nicht fehlende Software, sondern dieselbe Aufgabe in drei Werkzeugen.

Wo ein Standardprodukt neunzig Prozent kann und die fehlenden zehn Prozent den Ablauf bestimmen, bauen wir die zehn Prozent als Schnittstelle oder Werkzeug – nicht das ganze Produkt neu.

Verwandte Begriffe

Wo das bei uns hingehört

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