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Glossar

CRM

Customer Relationship Management

Kurz erklärt

Ein CRM ist das System, in dem Kontakte, Gespraeche, Angebote und Abschluesse an einem Ort stehen. Es beantwortet drei Fragen, die sonst im Kopf einzelner Personen haengen: Mit wem sprechen wir gerade, was wurde zuletzt besprochen, und welches Angebot ist offen. Ohne CRM verlaesst dieses Wissen die Firma, sobald jemand kuendigt.

Der Unterschied zur Kontaktliste

Eine Kontaktliste sagt, wer jemand ist. Ein CRM sagt, was mit ihm passiert ist und was als Naechstes ansteht. Der Unterschied ist die Zeitachse: Jede Nachricht, jedes Telefonat, jedes Angebot haengt am Kontakt und ist spaeter nachlesbar.

Genau daran scheitern die meisten Einfuehrungen. Ein CRM, in das niemand seine Gespraeche eintraegt, ist eine Kontaktliste mit Lizenzkosten — und wird nach vier Monaten wieder abgeschaltet.

Wann sich eines lohnt

Faustregel aus der Praxis: sobald mehr als eine Person mit denselben Kunden spricht, oder sobald zwischen erstem Kontakt und Abschluss mehr als zwei Wochen liegen. Bei einem Handwerksbetrieb mit Direktauftraegen bringt ein CRM wenig; bei einer Beratung mit dreimonatigen Zyklen ist es der Unterschied zwischen Nachfassen und Vergessen.

Der zweite Ausloeser ist die Frage, welche Quelle die Anfragen bringt. Ohne CRM endet die Messung beim Formular auf der Website (siehe Customer Journey); mit CRM laesst sich bis zum unterschriebenen Auftrag zurueckrechnen.

Datenschutz ist kein Nebenpunkt

Ein CRM ist eine Sammlung von Personendaten. Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz verlangt ein Verzeichnis der Bearbeitungstaetigkeiten und Transparenz darueber, was gespeichert wird und wie lange. Wer Kontakte aus gekauften Listen einspeist, hat zusaetzlich ein Problem mit dem Werberecht.

Praktisch heisst das: Loeschfristen festlegen, Zugriffe je Rolle beschraenken, den Ort der Datenhaltung kennen. Ein CRM mit Servern ausserhalb der Schweiz ist zulaessig — es muss nur benannt und abgesichert sein.

Wie wir damit umgehen

Wir betreiben unser eigenes CRM selbst gebaut, weil die Standardsysteme fuer unseren Ablauf zugleich zu viel und zu wenig konnten. Fuer Kunden ist die Reihenfolge dieselbe: erst der Ablauf, dann die Frage, ob ein Standardsystem ihn traegt oder ob ein internes Werkzeug guenstiger ist.

Was fast immer fehlt, ist die Verbindung nach vorn: Die Anfrage von der Website landet im Postfach statt im System. Das ist eine Schnittstelle von einem Tag Arbeit und der Punkt, an dem Messbarkeit ueberhaupt beginnt.

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Zuletzt geprüft: 2026-08-25

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