Patch-Management

Kurz erklärt
Patch-Management ist der geregelte Ablauf, mit dem Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Programme und Geräte erfasst, getestet, eingespielt und überprüft werden. Es beantwortet drei Fragen: welche Updates fehlen, bis wann sie installiert sein müssen und wie nachgewiesen wird, dass es geklappt hat. Ohne diesen Ablauf bleiben bekannte Lücken offen, obwohl die Korrektur längst bereitliegt.
Wie der Ablauf aussieht
Erfassen: Welche Geräte und Programme gibt es überhaupt? Bewerten: Welche Updates schliessen kritische Lücken? Testen: Läuft die Branchensoftware danach noch? Einspielen: in festen Fenstern, kritische Updates sofort. Prüfen: Hat jedes Gerät das Update wirklich?
Microsoft veröffentlicht seine regulären Sicherheitsupdates für die meisten Produkte am zweiten Dienstag jedes Monats. Viele Betriebe richten ihren Rhythmus danach aus.
Der häufigste Irrtum: automatische Updates genügen
Automatische Updates decken das Betriebssystem ab, oft aber nicht Firewall, Drucker, NAS, Branchenprogramme oder Server ohne Neustartfenster. Gerade dort bleiben Lücken lange offen.
Und es gibt Systeme, für die bald keine regulären Updates mehr kommen: Für Windows Server 2016 endet der erweiterte Support am 12. Januar 2027; danach gibt es Sicherheitsupdates nur noch über Microsofts kostenpflichtiges Programm Extended Security Updates (Microsoft Lifecycle, Ankündigung vom 25. Februar 2026). Patch-Management umfasst deshalb auch die Liste der Systeme, die ersetzt werden müssen.
Schweizer Rechtslage
Wer Personendaten bearbeitet, muss sie durch angemessene technische und organisatorische Massnahmen schützen (Art. 8 DSG). Sicherheitsupdates sind damit keine Kür, sondern die praktische Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht – und ein dokumentierter Ablauf ist der Nachweis dafür.
Wie wir damit umgehen
Patch-Management gehört bei uns zum laufenden Betrieb: geplante Updates, Überwachung und eine Meldung, wenn ein Gerät zurückbleibt. Mehr dazu unter Managed IT und IT-Outsourcing.
Verwandte Begriffe
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