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Moodboard

Illustration zum Thema Moodboard

Kurz erklärt

Ein Moodboard ist eine kuratierte Sammlung aus Bildern, Farben, Schriften und Materialien, die eine gestalterische Richtung sichtbar macht, bevor gestaltet wird. Es übersetzt Adjektive wie «ruhig» oder «hochwertig» in etwas, worunter zwei Menschen dasselbe verstehen. Sein Wert liegt weniger in dem, was darauf steht, als in dem, was bewusst weggelassen wurde – es ist ein Entscheidungswerkzeug, keine Inspirationswand.

Wozu es wirklich dient

Das teuerste Missverständnis in einem Gestaltungsprojekt entsteht in der ersten Woche: Alle sagen «modern», und jeder meint etwas anderes. Ein Moodboard macht diesen Unterschied sichtbar, solange er noch nichts kostet.

Deshalb gehört es vor den ersten Entwurf, nicht daneben. Wer erst beim Logo merkt, dass die Vorstellungen auseinanderliegen, bezahlt die Korrektur mit einer ganzen Entwurfsrunde.

Der häufigste Irrtum: je mehr, desto besser

Ein Moodboard mit sechzig Bildern zeigt keine Richtung, es zeigt alle. Die Aussage entsteht durch Auswahl – und durch das Gegenbeispiel, das ausdrücklich nicht gemeint ist.

Ein brauchbares Board hat deshalb zwei Hälften: was wir wollen und was wir nicht wollen. Die zweite Hälfte klärt oft mehr als die erste.

Für ein Schweizer KMU

Ein Moodboard ist ein internes Arbeitsmittel. Sobald ein Bild daraus in einem veröffentlichten Auftritt landet, gilt das Urheberrecht (URG, SR 231.1) – dann braucht es eine Lizenz oder ein eigenes Foto, auch wenn das Bild vorher monatelang auf dem Board hing.

Der zweite Punkt ist Ehrlichkeit gegenüber dem eigenen Markt: Ein Board voller Architekturfotos aus Kopenhagen sieht gut aus, aber die Kundschaft einer Schreinerei im Zürcher Unterland erkennt sich darin nicht wieder.

Wie wir damit umgehen

Bei uns steht das Moodboard zwischen Positionierung und erstem Entwurf: Zuerst ist klar, wofür die Marke steht, dann, wie sich das anfühlen soll, und erst dann, wie es aussieht. Aus dem Board werden danach Corporate Design und Typografie abgeleitet.

Das gehört zu unserer Arbeit an der Brand Identity – vom ersten Board bis zu einem Styleguide, den dein Team im Alltag tatsächlich benutzt.

Wo das bei uns hingehört

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