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Headless CMS

Illustration zum Thema Headless CMS

Kurz erklärt

Ein Headless CMS ist ein Content-Management-System ohne eigene Darstellung. Es speichert und verwaltet Inhalte und gibt sie über eine Schnittstelle an beliebige Ausgabekanäle weiter – Website, App, Kundenportal oder Bildschirm im Laden. Die Gestaltung baut ein Entwicklerteam getrennt davon. Beim klassischen CMS sind Pflege und Darstellung dagegen in einem System verbunden.

Wann sich die Trennung lohnt

Ein Headless CMS spielt seine Stärke aus, wenn dieselben Inhalte an mehreren Orten erscheinen – etwa Produktdaten auf Website, App und Händlerportal – oder wenn die Website technisch so gebaut ist, dass ein klassisches CMS sie einschränken würde.

Die Inhalte werden über eine API abgerufen. Jeder Kanal holt sich, was er braucht, und stellt es auf seine Art dar.

Der häufigste Irrtum: headless ist automatisch besser

Headless ist eine Architekturentscheidung, kein Qualitätsmerkmal. Die Vorschau für Redakteure, Formulare, Mehrsprachigkeit und die SEO-Grundlagen muss jemand bauen, die bei einem klassischen System oft schon dabei sind.

Für eine Website mit einer Handvoll Seiten, die zwei Mal im Jahr aktualisiert wird, ist ein Headless CMS meist mehr System als Nutzen.

Schweizer Bezug

Viele Headless-CMS sind Cloud-Dienste ausländischer Anbieter. Reine Website-Texte sind selten heikel, Redaktionskonten und Formulardaten sind aber Personendaten – deshalb gehört die Frage nach Bearbeitungsort und Vertrag (Art. 9 und 16 DSG) auch hier in die Auswahl.

Zweisprachige Websites sind in der Schweiz der Normalfall. Ein Headless CMS sollte Sprachfassungen als eigene Inhalte führen, nicht als nachträglich übersetzte Kopien.

Wie wir damit umgehen

Wir wählen das CMS nach dem Betrieb, nicht nach dem Trend: Wer Inhalte in mehrere Kanäle ausspielt, bekommt eine getrennte Architektur, wer eine Website pflegt, ein einfaches System. Umgesetzt wird beides unter Web-Apps oder Website erstellen lassen.

Verwandte Begriffe

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