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API

Application Programming Interface

Illustration zum Thema API

Kurz erklärt

Eine API ist die definierte Stelle, an der zwei Programme miteinander sprechen. Sie legt fest, welche Fragen ein System stellen darf und in welcher Form die Antwort kommt. Ohne API tauschen zwei Systeme Daten über Menschen aus, die abtippen – mit API tun sie es direkt, in Sekunden und ohne Tippfehler.

Ein Bild, das trägt

Eine API ist die Speisekarte eines Restaurants. Sie sagt, was bestellbar ist und wie die Bestellung formuliert sein muss. Was in der Küche passiert, geht den Gast nichts an – und genau das ist der Punkt: Das anfragende System muss nicht wissen, wie das andere gebaut ist.

Deshalb überlebt eine gute API den Umbau des Systems dahinter. Wer stattdessen direkt in die Datenbank eines Fremdsystems greift, bindet sich an dessen Innenleben und bricht beim nächsten Update.

Wo es im Alltag klemmt

Der häufigste Fall in Schweizer KMU: Das ERP kann eine API, aber niemand hat sie je eingeschaltet. Der zweithäufigste: Sie ist eingeschaltet, es gibt aber keine Dokumentation und der Hersteller berechnet den Zugang pro Abfrage.

Der dritte Fall ist der teuerste: Es gibt keine API. Dann bleiben Datei-Exporte zu festen Zeiten – das funktioniert, ist aber nie aktuell, und jeder Fehler fällt erst am nächsten Tag auf.

Was eine Schnittstelle wirklich kostet

Nicht die Verbindung. Die ist an einem Tag gebaut. Teuer sind die Fälle daneben: Was passiert, wenn das Zielsystem nicht antwortet? Wenn ein Datensatz doppelt ankommt? Wenn jemand ihn ändert, während er übertragen wird?

Eine Schnittstelle ohne diese Antworten läuft ein halbes Jahr gut und erzeugt danach still falsche Daten. Deshalb gehört zu jeder Integration eine Protokollierung, die zeigt was übertragen wurde – und ein Weg, einen Lauf zu wiederholen.

Wie wir damit umgehen

Schnittstellen sind eine unserer häufigsten Arbeiten. Der Auftrag lautet fast nie «baut uns eine API», sondern «diese beiden Systeme wissen nichts voneinander, und das kostet uns jede Woche einen Tag».

Vorgehen: Schnittstellen und Integrationen. Wenn die Übertragung nicht nur Daten schiebt, sondern Entscheidungen enthält, gehört sie zur Prozessautomation.

Wo das bei uns hingehört

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