Inbound Marketing

Kurz erklärt
Inbound Marketing ist der Ansatz, Kundschaft anzuziehen statt sie anzusprechen: mit Inhalten, die eine echte Frage beantworten, dort, wo jemand gerade sucht. Statt Kaltakquise, gekaufter Adresslisten oder Werbung, die unterbricht, holt man Interessierte über Website, Suche, Fachbeiträge und E-Mail ab und begleitet sie bis zur Anfrage. Bekannt gemacht hat die Methode das Softwareunternehmen HubSpot.
Der häufigste Irrtum: Inbound heisst Blog schreiben
Inhalte sind der Anfang, nicht das Ganze. Ein guter Beitrag bringt Besuch, aber keine Anfrage, wenn danach nichts kommt: keine passende Landingpage, kein klarer Call-to-Action, keine Nachfassung.
Der Unterschied zum Content Marketing liegt genau dort. Content Marketing beschreibt die Inhalte. Inbound Marketing beschreibt den ganzen Weg vom ersten Suchbegriff bis zum Gespräch, samt Formular, E-Mail-Serie und Messung.
Was HubSpot heute selbst sagt
HubSpot beschreibt die Inbound-Methode in drei Phasen: anziehen, interagieren, begeistern. Zufriedene Kundinnen und Kunden empfehlen weiter und ziehen neue Interessierte an, so entsteht ein Kreislauf, den HubSpot Flywheel nennt.
Inzwischen stellt dasselbe Unternehmen Loop Marketing daneben, eine Methode mit vier Phasen, ausdrücklich für die neue KI-Umgebung. Der Grundgedanke bleibt, nur endet die Suche heute oft schon in einer KI-Antwort, ohne Klick auf die eigene Website. Wie man diesen Teil misst, zeigt KI-Sichtbarkeit messen.
Für ein Schweizer KMU
Die E-Mail ist im Inbound Marketing oft der Schritt von der Anfrage zum Auftrag, und sie hat in der Schweiz eine klare Regel: Massenwerbung per E-Mail braucht vorher die Einwilligung, einen korrekten Absender und den Hinweis auf eine problemlose und kostenlose Ablehnungsmöglichkeit (Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG).
Eine Ausnahme gilt für bestehende Kundschaft: Wer beim Verkauf Kontaktdaten erhält und dabei auf die Ablehnungsmöglichkeit hinweist, darf ihr ohne Einwilligung Werbung für eigene ähnliche Angebote senden. Gekaufte Adresslisten fallen nie darunter.
Wie wir damit umgehen
Wir bauen den Weg von hinten: zuerst die Anfrage, die am Ende stehen soll, dann die Seite, die sie auslöst, dann die Inhalte, die auf diese Seite führen. Gemessen wird an Anfragen, nicht an Besuchen.
Dazu gehören SEO, E-Mail-Marketing und Landingpages.
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