Low Code

Kurz erklärt
Low Code bezeichnet Plattformen, mit denen sich Anwendungen und Abläufe weitgehend über grafische Bausteine statt über Programmcode erstellen lassen. Formulare, Freigaben und kleine Datenbanken entstehen damit in Tagen statt Wochen. Wo die Bausteine nicht reichen, ergänzt man gezielt Code. No Code geht einen Schritt weiter und verzichtet ganz darauf – mit entsprechend engeren Grenzen.
Wofür Low Code reicht
Typisch sind interne Werkzeuge: Erfassungsmasken, Checklisten, Freigabeformulare, einfache Auswertungen. In Microsoft 365 heissen die Bausteine Power Apps und Power Automate – viele KMU haben sie mit ihrer Lizenz bereits.
Der Gewinn ist Tempo: Eine Fachperson, die den Ablauf kennt, kann ihn mit etwas Unterstützung selbst abbilden.
Der häufigste Irrtum: ohne Entwickler, ohne Folgekosten
Low Code senkt den Aufwand beim Bauen, nicht beim Betreiben. Datenmodell, Berechtigungen, Fehlerfälle und die Frage, wer die Anwendung in zwei Jahren noch versteht, bleiben bestehen.
Dazu kommt die Bindung an die Plattform: Eine Low-Code-Anwendung lässt sich selten ohne Neubau zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Und die Lizenzen werden oft je Benutzer abgerechnet – was bei zehn Personen günstig ist, kann bei hundert teurer sein als eine eigene Web-App.
Schweizer Bezug
Low-Code-Plattformen sind fast immer Cloud-Dienste. Sobald Personendaten darin liegen, gelten dieselben Fragen wie bei jedem Dienstleister: Wo werden die Daten bearbeitet, und ist die Auslagerung geregelt (Art. 9 und 16 DSG)?
Wie wir damit umgehen
Wir nehmen Low Code, wo es reicht, und bauen selbst, wo die Grenze erreicht ist – oft zuerst das eine, später das andere. Beispiele stehen unter Interne Werkzeuge.
Verwandte Begriffe
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